Dussehra/Durga Pooja

Namaskara!

Momentan findet hier in Indien gerade das große Dussehra Festival statt. In Bengalen wird es Durga Pooja genannt. Das Fest erinnert an den Sieg der Göttin Durga über einen Dämon nach einem neuntägigen Kampf. Besonders prächtig und groß wird das ganze hier in Mysore, also direkt bei mir um die Ecke gefeiert. Eine halbe Millionen Besucher kommen dafür jährlich hier her, vor allem um am letzten Tag die große Elefanten-Prozession zu sehen.
Am Donnerstag fuhr Nandini, sozusagen unsere Gastmutter hier, mit Maike, mir, Ramya und Deepika, zwei der Mädchen aus dem Heim, aus diesem Anlass nach Mysore. Die Nacht wollten wir in dem Frauenhaus verbringen, welches zu Deenabandhu dazu gehört.
Unser Rundgang begann am und im Mysore Palace, einem prächtigen Bau in dem heute teilweise immer noch Nachfahren des Rajas leben. Am Abend wollten wir zurück kehren, da bei Einbruch der Dunkelheit die unzähligen Lichter eingeschaltet werden sollten. Bis dahin verbrachten wir unsere Zeit damit, uns durch die indische Küche zu schlemmen. Auf einem Festplatz nur mit Essensständen kaufte Nandini fleißig ein, so dass wir aus vielen Regionen Südindiens Speisen probieren konnten. Zwischendurch wurde der brennende Mund mit einem Eis gekühlt, die beiden Mädchen fanden das prima. Während es merklich voller wurde besuchten wir einen Garten mit vielen blühenden Blumen und bestaunten die unzähligen Waren, die die Händler anboten. Entgegen meiner Erwartung, dass wir als Weiße nicht so oft angesprochen werden würden, wenn wir mit Einheimischen unterwegs waren, kam alle fünf Minuten jemand an und wollte uns etwas verkaufen. Die lassen sich aber auch wirklich durch nichts abhalten. Trotzdem kauften wir fleißig Weihnachtsgeschenke und Stoffe für unsere Kleidung ein und kehrten, nachdem wir alles zu unserer Unterkunft gebracht hatten, zum inzwischen hell erleuchteten Palast zurück. Aber nicht nur dort schmückten viele Lichterketten die Gebäude, auch schon auf dem Weg konnten wir eine Menge sehen. Die ganze Stadt hatte sich für das Fest hübsch gemacht.
Der Palast war dann trotzdem das absolute Highlight, so viele Lichterketten habe ich bei uns noch nicht einmal in der Weihnachtszeit gesehen.
Die Nacht verbrachten Maike und ich dann damit in unserem Schlafzimmer Mücken zu jagen, „Mosquito-War“ nannte Nandini das ganze am Morgen, als sie in unsere übermüdeten Gesichter blickte. Das war dann jedoch schnell vergessen. Um uns für den schönen Tag zu bedanken luden wir die drei ins Kino ein, nicht ganz uneigennützig von meiner Seite aus. Es folgte ein schöner Film und abschließend ein Mittagessen bei einer ehemaligen Lehrerin aus der Deenabandhu Schule.
Während der Busfahrt zurück nach Chamarajanagar fielen nicht nur Deepika und Ramya die Augen zu, und das heißt bei den indischen Straßenverhältnissen schon etwas.

Bis bald,
Cécile

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Ein Gedanke zu “Dussehra/Durga Pooja

  1. :) Das ist voll schön wie du immer schreibst! Man kann sich schon fast so fühlen als ob man selbst das jahr miterlebt! ;)

    Viele Grüße aus Deutschland
    Marit

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