Eine Puja für ein Fahrrad

Namaskara!

Letzte Woche war ich mit Nandini in Chamarajangara Town, ein bisschen gucken und was zu tun haben. Shoppen kann man da echt nicht viel. Aber irgendwie schafft man es in Indien, selbst an Plätzen, wo es GAR NICHTS zu kaufen gibt, am Ende mit irgendwas wiederzukommen. So kam es, dass ich an dem Tag, wo ich eigentlich nur mitgegangen war um ein bisschen Gesellschaft zu haben, mit einem Unterrock für meinen Sari, einer Wanduhr für mein Zimmer, einer Menge Obst und… einem Fahrrad zurück nach Hause kam. Der Gedanke mir eines zuzulegen spukte schon länger in meinem Kopf herum aber bis jetzt war ich nie dazu gekommen mich mal nach den Preisen zu erkundigen. Am besagten Tag kamen wir allerdings an einem Fahrradladen vorbei und da ich sowieso nach etwas fragen musste, erkundigte ich mich auch gleich nach den Preisen und keine fünf Minuten später war es beschlossene Sache: Am nächsten Tag würde Nandini mit einem der älteren Jungs in den Laden gehen, den Preis runter handeln, gucken ob alles mit dem Rad in Ordnung war und es für mich kaufen (sie war nicht dazu zu bewegen mich mitzunehmen, ich würde angeblich den Preis ruinieren ;-) ).
Und dann stand es endlich vor meiner Tür: Mein tolles, nicht ganz neues aber eindeutig gut zu gebrauchendes, pinkes Fahrrad. Ja, pink. Für ein Fahrrad was „Herkules“ heíßen sollte nicht grade die richtige Farbe. Das fand auch Nandini und deshalb hatte sie gleich noch blaue Farbe mitgebracht.
Am nächsten Morgen pinselten Sharan und Ramesh also an meinem Rad herum und am Mittag war es fertig. Nach einer Puja, in der mein Rad besungen, mit Zitronensaft bespritzt und mit rotem und gelbem Farbpulver bemalt und mit Blumen behängt wurde, damit ich niemals einen Unfall habe und immer sicheren Weges überall hinkomme, wurden die ersten Runden gedreht. Erst alleine, dann mit Keerthi hinten drauf, schließlich mit Gangu und Deepika und irgendwann stapelten sich mehrere Kinder überall um mich herum um mitzufahren. Das Fahrrad hielt, die Puja war wohl erfolgreich.
Ich werde nun zu meiner ersten Fahrradtour aufbrechen, macht es gut!

Liebe Grüße,
Cécile

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