Hochzeit auf Indisch

Namaskara!

Endlich komme ich dazu euch von meiner ersten indischen Hochzeit zu erzählen, auf der ich Ende November war. Der Titel ist ein Verweis auf meinen Lieblingsfilm, dessen erster deutscher Titel eben dieser war – „Hochzeit auf Indisch“. :-)

Die Hochzeit fand in Bangalore statt und war schön aber nicht wirklich indisch, damit hat sich der Titel also irgendwie schon fast wieder erledigt. Die Eltern der Braut, die traditionell die Hochzeit bezahlen (und sich damit nicht selten in lebenslange Schulden stürzen), waren sehr reich, so fand das ganze in einem hübschen Garten mitten in der Stadt statt, in dem es aber erstaunlich ruhig war. Auf dem Weg dorthin kamen wir an vier anderen Hochzeiten vorbei (momentan ist Hochzeitshochsaison), bei einer davon kam gerade, echt indisch, der Bräutigam auf einem weißen Pferd, begleitet von vielen tanzenden Menschen und lauter Musik, angeritten.
Bei meiner Hochzeit wurde darauf verzichtet, Braut und Bräutigam gingen ganz schlicht zwischen den Gästen hindurch zu der kleinen Bühne, auf der die Eheschließung stattfinden sollte. Dabei wuselte die ganze Zeit ein Kamerateam um die beiden herum, um auch ja jeden Moment des besonderen Tages aufzunehmen. Dazu waren mindestens drei Leute professionell mit Kamera unterwegs um die Gäste, das Buffet usw. zu fotografieren – das wird ein großes Fotoalbum der Hochzeit.
Soweit mir bekannt ist, war die Hochzeit eine Liebesheirat, etwas, was in Indien noch immer nicht normal ist, die meisten der Ehen sind arrangiert und von Kaste und Ansehen der Familie abhängig. Eine weitere Sache, die mich sehr erstaunt hat, war die Anzahl der Gäste. Da wir schon vorher wussten, dass dort zwei reiche Familien aufeinander treffen, hatten wir mit mindestens 1000 Gästen gerechnet, allerdings fand das ganz dann im kleinen Rahmen von nur 200 Gästen statt – sehr sparsam für Indien, wird doch zu jedem Ereignis eigentlich auch die entfernteste Großcousine 25 Grades und die Freundin der Enkelin des Chefs eingeladen. ;-)
Es war es ein sehr schöner Tag mit einem leckeren Buffet, an dem wir uns satt essen dürften, und auch die restlichen Tage in Bangalore haben Maike und ich genossen, da wir unter anderem die Familie unseres Chefs kennen lernen konnten.

Liebe Grüße,
Cécile

P.S.: Den Welpen geht es gut, sie wachsen furchtbar schnell, demnächst kommen dann Fotos.

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