Roadtrip durch Siebenbürgen

Mein kleiner Bruder in Rumänien. Alleine. Zeit für einen Besuch.

Mit Beginn der Herbstferien haben Felix und ich uns nach Rumänien aufgemacht um JP zu besuchen (der übrigens hier über seine Zeit als Student in Cluj berichtet) und um uns Siebenbürgen anzuschauen – Felix hat ein, mir nicht ganz nachvollziehbares, Interesse an Osteuropa.

Unsere Route hatten wir vorher grob geplant:

In Bukarest angekommen ging es gleich zu unserer ersten Station: Schloss Peleș in Sinaia mitten in den Südkarpaten. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert von einem Wiener Architekten erbaut, einen Einfluss den man auch deutlich erkennt.
Eigentlich war für den ersten Tag auch noch das Draculaschloss in Bran (Törzburg) geplant, in Rumänien mussten wir jedoch feststellen, dass man für relativ wenige Kilometer ziemlich viel Zeit braucht. Also verschoben wir das auf den nächsten Tag und genossen den ersten Abend in Brasov (Kronstadt), meinem Lieblingsort der Reise. Eine schöne Altstadt mit großem Marktplatz, umgeben von den Karpaten die in den schönsten herbstlichen Farben erstrahlten.

Am nächsten Tag fuhren wir also einen kleinen Umweg um uns das Draculaschloss anzuschauen. Ich hatte schon von mehreren Leuten gehört, dass sich das eher nicht lohnt, weil es in der Gegend schöneres zu sehen gibt, mal ganz abgesehen davon lebte Dracula wohl auch niemals in Bran, das Schloss ähnelt nur der Beschreibung im Roman, aber ich wollte es trotzdem gerne gesehen haben.
Vor dem Schloss gibt es einen kleinen Markt mit allerhand Krims Krams und da das Wetter an diesem Tag eher schlecht war, war es zum Glück auch nicht so voll und wir konnten uns die Burg in Ruhe ansehen.

Am frühen Nachmittag machten wir uns dann auf nach Sighisoara (Schäßburg), die knapp 140km legten wir in rekordverdächtigen drei Stunden zurück. Das war vielleicht auch der Zeitpunkt an dem wir die deustchen Autbahnen zu vermissen anfingen.
Sighisoaras Zentrum ist seit 1999 UNSECO-Weltkulturerbe und wir hätten uns gerne den Stundturm angeschaut, der aber geschlossen war.

Die ersten zwei/drei Tage verbrachten wir also in einer Gegend, die nicht nur kulturell viel bot sondern auch durch die Karpaten wahnsinnig schön war – und dann kamen wir nach Cluj. Mein erster Gedanke war: „Gott, hier ist es wie in Patna!“ (Patna ist eine Stadt in Indien und definitiv der schlimmste Ort dieser Erde an dem ich jemals war, hier habe ich damals darüber geschrieben). Im Nachhinein war es natürlich nicht so furchtbar (und auch Patna hätte sicher eine zweite Chance verdient), aber wirklich begeistern konnte Cluj uns nicht. Viele Autos, die ganze Stadt ist gefühlt eine einzige Parkzone (es war ein richtiges Abenteur einen Platz zu finden an dem unser Mietwagen nicht nur von 21-7 Uhr stehen dürfte) und unsere Unterkunft lag direkt an der Hauptstraße und war dementsprechend laut. Es war natürlich trotzdem schön JP zu treffen und zu schauen wie er so lebt. Wie wir die Zeit zusammen verbracht haben könnt ihr gerne auf seinem Blog lesen.

Es fiel uns anschließend nicht besonder schwer Cluj wieder zu verlassen, vorallem, weil mein Bruder Weihnachten schon wieder nach Hause kommt, außerdem erwartete uns ein kleiner Höhepunkt der Reise: Wir hatten uns ein Hotel imLuftkurort Paltinis (Hohe Rinne) gebucht. Vorher sahen wir uns aber noch Sibiu (Hermannstadt) an, blieben aber nicht lange, weil es unangenehm stürmisch war.

Das Wetter wurde nicht besser je höher wir die Berge hinauf fuhren und so gab es für uns am Abend, im Hotel angekommen, den ersten Schnee. Lange Spaziergänge waren also erstmal nicht möglich – wir hatten nur Turnschuhe dabei. Wir haben die Zeit trotzdem sehr genossen.

Die lange Rückfahrt (über 5 Stunden für 300km ohne Stau…) hielt uns dann leider davon ab Bukarest näher zu erkunden aber vielleicht war das ja nicht unser letzter Besuch.

Siebenbürgen ist eine wunderschöne Region und es gibt viel mehr zu sehen als wir in der Woche hätten schaffen können, einzig der Verkehr ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig.

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2 Gedanken zu “Roadtrip durch Siebenbürgen

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